IMPFSKEPTIKERRING e.V.


Impfungen

Im wesentlichen zusammengefasst nach den Anhaltspunkten für die ärztliche Gutachtertätigkeit im sozialen Entschädigungsrecht und nach dem Schwerbehindertengesetz (Herausgegeben vom Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung): Alle Versorgungsämter und Sozialgerichte sind gehalten diese zu Grunde zu legen.



Poliomyelitis-Schutzimpfung
a) mit Lebendimpfstoff:
Übliche Impfreaktionen:Einige Tage nach der Schluckimpfung gelegentlich - nur wenige Tage anhaltend - Durchfall, Erbrechen, erhöhte Temperatur, Exantheme, Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit.
Impfschäden: Poliomyelitisähnliche Erkrankungen mit schlaffen Lähmungen von wenigstens sechs Wochen Dauer (Impfpoliomyelitis): Inkubationszeit beim Impfling 3 bis 30 Tage, auf-treten von Lähmungen nicht vor dem 6. Tag nach der Impfung. Bei Immundefekten sind längere Inkubationszeiten zu beachten (bis zu mehreren Monaten).
Beim Guillain-Barré-Syndrom ist ein ursächlicher Zusammenhang mit der Impfung dann wahrscheinlich, wenn die Erkrankung innerhalb von 10 Wochen nach der Impfung aufgetreten ist.
Die sehr selten beobachtete Meningoenzephalitis und/oder die Manifestation eines hirnorganischen Anfallsleidens ohne die Symptome einer Impfpoliomyelitis bedürfen stets einer besonders sorgfältigen diagnostischen Klärung.
b) mit Impfstoff aus inaktivierten Vieren:
Übliche Impfreaktionen: Lokalreaktion, selten leichte Allgemeinerscheinungen
Impfschäden: Sind bei den heutigen Impfstoffen nicht beobachtet worden.


Masern-Schutzimpfung
a) mit Lebendimpfstoff:
Übliche Impfreaktionen: Ab 7. Tag gelegentlich das Bild der Impfmasern (milde Imitation der Krankheit), bis zu 3 Tagen anhaltend, ohne Infektionsgefährdung der Umgebung.
Impfschäden: Akut entzündliche Erkrankungen des zentralen Nervensystems bedürfen einer besonders sorgfältigen diagnostischen Klärung. Ein ursächlicher Zusammenhang mit der Impfung kommt in Betracht, wenn die Erkrankung innerhalb von 7 bis 14 Tagen nach der Imp-fung aufgetreten ist, eine Antikörperbildung nachweisbar war und andere Ursachen der Erkrankung ausscheiden. Wenn Krampfanfälle innerhalb der ersten postvakzinalen Woche auftreten, können diese in keinem ursächlichen Zusammenhang mit der Impfung stehen, da in diesem Zeitraum nichts im Blut vorhanden ist.
b) mit Spaltimpfstoff:
Übliche Impfreaktionen: Lokalreaktion, selten leichte Allgemeinerscheinungen
Impfschäden: Außer sehr seltenen allergischen Reaktionen keine Schäden


Röteln-Schutzimpfung
Übliche Impfreaktionen: Innerhalb der ersten 3 Wochen gelegentlich Arthralgie/akute Arthritis, Exantheme, erhöhte Temperatur, Lymphadenitis.
Impfschäden: Sehr selten chronische Arthritiden. Gefahr der Fruchtschädigung innerhalb der ersten drei Schwangerschaftsmonate.


+ Influenza Influenza-Schutzimpfung
Übliche Impfreaktionen: Selten geringe Lokalreaktion, milde Allgemeinerscheinungen.
Impfschäden: Selten akute thrombozytopenische Purpura, selten Guillain-Barré-Syndrom (bis zu 10 Wochen nach Impfung). Andere akut entzündliche Erkrankungen des zentralen Nervensystems sind noch seltener und bedürfen einer besonders sorgfältigen diagnostischen Klärung. Ein ursächlicher Zusammenhang mit der Impfung kommt in Betracht, wenn die Erkrankung innerhalb von 3 Wochen nach der Impfung aufgetreten ist.


Gelbfieber-Schutzimpfung
Übliche Impfreaktionen: Selten zwischen dem 5. und 8. Tag leichte "grippale" Allgemeinerscheinungen.
Impfschäden: Äußerst selten Meningoenzephalitis (vorwiegend bei Säuglingen und Kleinkindern), selten Thrombozytopenien.


Tollwut-Schutzimpfung
Übliche Impfreaktionen: Neben Lokalreaktionen erhöhte Temperatur, stärkere Allgemeinerscheinungen, Abgeschlagenheit, gelegentlich Gelenkbeschwerden.
Impfschäden: Bei den früher verwendeten Hirngewebs-Impfstoffen nach einigen Tagen bis zu mehreren Wochen Enzephalomyelitis oder Polyneuritis, gelegentlich Phlegmone, Nephritis.
Bei den heute verwendeten Zellkultur-Impfstoffen sehr selten Neuritis, Polyneuritis, Guillain-Barré-Syndrom.


Cholera-Schutzimpfung
Übliche Impfreaktionen: Vor allem nach Wiederimpfung wenige Tage anhaltende Lokalreaktion, regionäre Lymphknotenschwellung, gelegentlich Fieber, Durchfall, Übelkeit, selten Exantheme.
Impfschäden: Sehr selten Neuritis.


Typhus-Schutzimpfung
a) Bei oraler Impfung: Keine Impfschäden bekannt.
b) Bei parenteraler Impfung:
Übliche Impfreaktionen: Ähnlich wie nach Cholera-Schutzimpfung, meist etwas ausgeprägter; Exantheme kommen häufiger vor.
Impfschäden: Gelegentlich Thrombosen, Neuritis, Enzephalomyelitis, Nierenschäden, Reaktivierung tuberkulöser Erkrankungen.


Tuberkulose-Schutzimpfung (BCG)
Übliche Impfreaktionen: 2 Wochen bis 3 Monate nach der Impfung knötchenförmige Infiltration, manchmal mit Einschmelzung des Impfherdes, regionäre Lymphknotenschwellung, keine Allgemeinerscheinungen.
Impfschäden: Längerdauernde und ausgedehnte Ulkusbildung, manchmal mit Lymphknoteneinschmelzung, sehr selten Keloide, Lupoide, Tuberkulide, auch Generalisation (miliare Aussaat), Ostitis oder Osteomyelitis, manchmal mit Latenzzeiten bis zu mehreren Jahren; Erregernachweis [BCG-Stamm] erforderlich.


Pertussis-Schutzimpfung
a) Vollbakterienimpfstoff:
Übliche Impfreaktionen: Häufig Lokalreaktionen mit Schwellung der regionären Lymphknoten, Temperaturerhöhung zwischen 1. und 3. Tag; Inappetenz, Erbrechen, außerdem sehr selten innerhalb weniger Stunden nach der Injektion schockähnliche Zustände
Impfschäden: Selten. Gelegentlich nach anhaltendem schrillen Schreien - innerhalb von 3 Tagen Auftreten einer Enzephalopathie, dabei oft hirnorganische Anfälle, manchmal progredienter Verlauf. Nach Enzephalopathie selten auch Dauerschäden (spastische Lähmungen und geistige Retardierung). Selten Neuritis (insbesondere Hirnnerven), selten Nephrose.
b) Azelluläre Impfstoffe:
Übliche Impfreaktionen: Wie bei Vollbakterienimpfstoff, aber seltener.
Impfschäden: Langzeiterfahrungen stehen noch aus.


Diphtherie-Schutzimpfung
Übliche Impfreaktionen: Im allgemeinen nur geringe Lokalreaktionen, auch mit Allgemeinerscheinungen und Exanthemen.
Impfschäden: Sehr selten akut entzündliche Erkrankungen des zentralen Nervensystems; sie bedürfen einer besonders sorgfältigen diagnostischen Klärung. Ein ursächlicher Zusammenhang mit der Impfung kommt in Betracht, wenn die Erkrankung innerhalb von 28 Tagen nach der Impfung aufgetreten ist, eine Antikörperbildung nachweisbar war und andere Ursachen der Erkrankung ausscheiden. Sehr selten Neuritis, vor allem der Hirnnerven (wie bei der Krankheit), Thrombose, Nephritis.


Tetanus-Schutzimpfung
Übliche Impfreaktionen: Lokalreaktion, verstärkt nach Hyperimmunisierung.
Impfschäden: Sehr selten Neuritis, Guillain-Barré-Syndrom.


Mumps-Schutzimpfung
Übliche Impfreaktionen: Innerhalb der ersten drei Tage gelegentlich Fieber, sehr selten Parotitis, Lymphknotenschwellung.
Impfschäden: Sehr selten Meningitis nach 7 - 30 Tagen ohne Dauerschäden, Orchitis (meist einseitig). Ein ursächlicher Zusammenhang zwischen der Impfung und einem insulinabhängigen Diabetes mellitus (Typ-I-Diabetes) ist wissenschaftlich umstritten.


Hepatitis-A-Schutzimpfung
Übliche Impfreaktionen: Lokalreaktion, geringe Allgemeinbeschwerden, gelegentlich leichter Temperaturanstieg.
Impfschäden: Langzeiterfahrungen sind noch nicht gegeben.


Hepatitis-B-Schutzimpfung
Übliche Impfreaktionen: Lokalreaktion, geringe Allgemeinbeschwerden, gelegentlich leichter Temperaturanstieg.
Impfschäden: Vorübergehende, bis zu mehreren Wochen anhaltende Arthralgien, sehr selten Neuritis, Polyneuritis, Guillain-Barré-Syndrom.


Haemophilus-influenzae-b-Schutzimpfung
Übliche Impfreaktionen: Lokalreaktion, geringe Allgemeinbeschwerden, gelegentlich Urtikaria.
Impfschäden: Extrem selten Guillain-Barré-Syndrom.


Frühsommer-Meningoenzephalitis-Schutzimpfung
Übliche Impfreaktionen: Innerhalb von 12 bis 48 Stunden nach Impfung Lokalreaktion, geringe Allgemeinbeschwerden.
Impfschäden: Extrem selten periphere Nervenschäden.


Vorbezeichnete Impfschäden sind nicht abschließend dargestellt, werden aber von den Versorgungsämtern und Gerichten bei vorliegenden Voraussetzungen anerkannt.
Die aufgeführten Schäden sind nicht allumfassend dargestellt. Die "Anhaltspunkte" enthalten lediglich häufiger vorkommende Schäden. Durch die Trägerstoffe in den Impfstoffen - wie Thiomersal - werden ebenfalls unerwünschte Arzneimittelwirkungen ausgelöst.


Thiomersal
Allergische und pseudoallergische Reaktionen
Impfstoffe enthalten verschiedene Komponenten, die zu allergischen oder pseudoallergischen Reaktionen führen können.
Bei einer Allergie gegen Quecksilberverbindungen kann es durch Tot-/Toxoid-Impfstoffen mit entsprechenden Konservierungsstoffen (Timerfonat etc.) zu einer lokalen kontaktallergieähnlichen Reaktion kommen.
    • Timerfonat und andere organische Quecksilberverbindungen können sowohl Sofortreaktionen als auch Kontaktallergien auslösen.
    • Thiomersal kann zu Dauerschäden, unter anderem zu autistischen Zügen führen.
    • Die geheime Studie aus den USA der Autoren Thomas Verstraeten, Robert Davis und Frank DeStefano liegt in den Kanzleiräumen vor.
Nach der besagten Studie wird angenommen, dass eine Aufnahme von mehr als 62,5 Microgramm Quecksilber innerhalb der ersten 3 Lebensmonate das Risiko autistoide Krankheitserscheinungen zu entwickeln, signifikant (um das 2,48 fache) erhöht wird.
Thiomersal enthält zu 49 % eine Quecksilberverbindung, die nach der Injektion in die Blutbahn und demnach sofort ins Gehirn des Kleinkindes gelangen.
Ab diesem Jahr dürfen in den USA keine Impfstoffe mehr mit dem Konservierungsmittel Thiomersal verwendet werden.


Pocken
Aufgrund der aktuellen Vorkommnisse, will die Bundesregierung 80 Millionen Dosen Pockenschutzimpfungen bereit stellen. Nachfolgend soll auf die Nebenwirkungen dieser Impfung aufmerksam gemacht werden.
Übliche Impfreaktionen:
Nach der Erstimpfung: Lokal am 3. bis 4. Tag Pappelbildung, anschließend Bläschen- und Pustelbildung mit rotem Hof (Area). Höhepunkt der Reaktionen um den 10. Tag, danach allmähliche Verschorfung. Abfall des Impfschorfes 3 bis 4 Wochen nach der Impfung.
Stets Narbenbildung.
Impffieber, das einige Tage anhalten kann, meist zwischen dem 7. und 11. Tag, aber auch schon ab dem 4. Tag. Virämie zwischen dem 4. und 10 Tag. Meist Schwellung der regionalen Lymphknoten. seltener Erbrechen und Durchfälle.
Bei fehlender Pustelbildung entsteht nur in seltenen Fällen eine Pocken immunität, die dann nur durch Feststellung von Vaccinia-Antikörpern nachzuweisen ist.
Nach der Wiederimpfung: (eine "Wiederimpfung" liegt nur vor, wenn eine Erstimpfnarbe nachgewiesen ist):
    1. Knötchenreaktion:Nur Lokalreaktion am 7. Tag gut sichtbar und tastbar
    2. Bläschenreaktion:Am 4. Tag Bläschenbildung mit Area, am 7. Tag bräunliche Kruste
    3. Pustelreaktion:Bereits am 6. bis 7. Tag
Impfschäden:
    1. Komplikationen im Nervensystem: Postvakzinale Enzephalopathie
      • Hirnschädigung
    2. Komplikationen an der Haut:
      • Impfkeloid (gutartige Bindegewebswucherung an der Impfstelle)
    3. Allgemeine Komplikationen (selten):
      • Impfangina
      • Myokaritis (Inkubationszeit 9 bis 15 Tage)
      • Pneumonie (Inkubationszeit 7 bis 10 Tage)
      • Nierenschädigung
      • Osteomyelitis (ab 14 Tage nach der Impfung)
      • Ostitis (Inkubationszeit ca. 4 Wochen)


Hirnschädigung nach Pockenschutzimpfung
Der Kläger wurde im Jahre 1969 gegen Pocken geimpft. Ca. 4 bis 8 Tage nach der Impfung setzte hohes Fieber ein. Anschließend war der Kläger etwa eine Woche lang nachts sehr unruhig und schrie.
Drei Monate nach der Impfung traten erstmals Anfälle auf, die sich in Schreien, Zittern der Arme und starrem Blick äußerten. Im März 1971 wiederholten sich solche Zustände.
Vor dem Sozialgericht Speyer wurde im Jahre 1975 bei dem Kläger als Impffolgeerkrankung nach der Pockenimpfung „Hirnschädigung mit Anfallsbereitschaft und leichtem hirnorganischen Psychosyndrom“ anerkannt.

In einem weiteren Fall wurde die Klägerin im Jahre 1967 gegen Pocken geimpft. Bereits acht Tage nach der Impfung trat bei der Klägerin eine hochfieberhafte und starke lokale Impfreaktion mit zwei Pusteln, großem umgebenden Hof und einigen Nebenpocken auf. Die Fieberphase hielt etwa 4 bis 5 Wochen an. Während dieser Zeit litt die Klägerin laufend an Krampfanfällen.
Laut dem Urteil des Sozialgerichts Detmold aus dem Jahre 1982 ist die körperliche und geistige Retardierung der Klägerin auf die Pockenschutzimpfung zurückzuführen.
Bei der Klägerin wurde als Impffolgeerkrankung ein Hirnschaden anerkannt.

Das Versorgungsamt Hannover erkannte in einem weiteren Fall als Impfschadensfolge „Hirnkrampfanfälle und Hirnschädigung mit schwerer Leistungsbeeinträchtigung“ infolge einer Pockenschutzimpfung an.
Der Geschädigte wurde im Jahre 1954 gegen Pocken geimpft. Drei Tage nach der Impfung setzte hohes Fieber ein, welches etwa 14 Tage anhielt. Während dieser Zeit war das Kind apathisch und teilnahmslos. Es setzte eine starke lokale Entzündung der Impfstelle (Oberarm) ein. Diese breitete sich über die Schulter bis zum Brustkorb aus und dauerte ca. 4 Wochen. In der Folgezeit verschlechterte sich der Gesundheitszustand zusehends. Bereits erlernte Fähigkeiten gingen verloren.
Im Jahre 1955 setzten erstmals Krampfanfälle ein, die sich bis zu 10 mal am Tag wiederholten.